Was ist zu beachten bei der Fütterung von Kräutern für Pferde?


Die Fütterung von Kräutern bei Pferden liegt derzeit voll im Trend. Um Kräuter in der Pferdefütterung gezielt und sinnvoll einsetzen zu können, sollte der Pferdehalter jedoch einige Faktoren beachten.
Die Fütterung von Kräutern hat zweifelsfrei sehr viele Vorteile für Pferde, aber auch die Gefahren der Kräuterfütterung sollten nicht unterschätzt werden.

Pferde reagieren auf viele Substanzen sehr viel empfindlicher als Menschen und manch ein Kraut, was für uns Menschen gesund ist, ist für Pferde giftig. Dies gilt sowohl für flüssige Kräuterzubereitungen, wie auch für das getrocknete Kraut. Ein Kraut, was in homöopathischer Form eine positive Wirkung aufweist, da nur Spuren dieses Krautes oder nicht einmal mehr diese nachweislich enthalten sind, kann bei konzentrierter Fütterung schwere Schäden anrichten. Was in der Homöopathie also Gutes bewirken kann, kann in Reinform äußerst schädlich sein.

Inhaltsstoffe von Kräutern für Pferde

Bei den wirksamen Substanzen der Kräuter handelt es sich um so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, die von der Pflanze gewissermaßen als chemische Waffen gegen Insektenfraß oder andere Mikroben produziert werden. Die wichtigsten Stoffgruppen sind hierbei Phenole, Saponine, Sulfide, Chlorophyll, Monoterpene, Flavonoide, ätherische Öle, Schleimstoffe, Alkaloide, Glykoside, Phytoöstrogene, Flavone, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Die Einzelsubstanzen wurden bereits auf ihre pharmakologische Wirkung hin untersucht. Bisher unbeachtet und unterbewertet werden Kräuter als wichtige Quellen von natürlichen Mineralstoffen und Spurenelementen in physiologisch ausgewogenem Verhältnis. Kräuter enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.).

Ein erhöhter Bedarf an Spurenelementen ist nach Expertenmeinung auch deshalb gegeben, da Pferde durch die zunehmende Silagefütterung, die Aufnahme von minderwertigem Heu und steigenden Umweltbelastungen immer mehr Histamine (verantwortlich für Allergien) aufnehmen. Der Histaminabbau ist von bestimmten Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen abhängig, wie sie in vielen Kräutern zu finden sind. Ähnlich ist dies beim Sommerekzem: auch hier finden wir einen gravierenden Mangel oder extreme Imbalancen bzw. Überversorgungen bestimmter Spurenelemente.

Darreichungsformen von Kräutern für Pferde

Kräuter können sowohl als alkoholische oder wässrige Extrakte, Trockenextrakte, pulverisierte Substanzen, als Kräutertees oder getrocknete Ganzpflanzen oder Pflanzenteile verabreicht werden. Bewährt haben sich bei Pferden besonders getrocknete Kräutermischungen. Bei Atemwegsproblemen können diese kurz mit heißem Wasser überbrüht und dann zum Futter gegeben werden.

Gefahren von Kräutern für Pferde

Trotz vieler Vorteile und positiver Wirkungen der Kräuter, ist die Natur keineswegs so harmlos, wie landläufig angenommen wird. Eine Überdosis Knoblauch, dessen positive und antibiotische Wirkung auf Stoffwechsel und Blut durchaus belegt ist, kann beispielsweise ein Enzym blockieren, dass die roten Blutkörperchen vor dem Angriff durch freie Sauerstoffradikale schützt. So wurde bei Pferden, die zwischen wilden Zwiebeln weiden, eine Tendenz zur Blutarmut festgestellt. Auch Baldrian eignet sich ab einer bestimmten Dosierung pro Tag nicht für den Dauergebrauch: hier kann Durchfall und Kolik die Folge sein!

Wenn der Pferdehalter sichergehen möchte, sollte er sich auf bewährte und erprobte Kräutermischungen aus der Erfahrungsheilkunde verlassen und nicht wahllos irgendwelche Kräuter bzw. Kräutermischungen verfüttern.


veröffentlicht auf futter-simon.de: 13.03.2017

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